Keine Illusionen Über den Ausgang von David gegen Goliath machte sich Schuler wenig Illusionen. "Es wäre schön, wenn die Mannschaft 700 Punkte schaffen würde und ihren e Mannschaftsrekord aus dieser Saison einstellen könnte." Als ob ihn die Heinsheimer Sechs gehört hätten, kämpften sie − von ihren Fans frenetisch unterstützt. Rhythmisches Klatschen für die einheimischen Athleten und Anfeuerungsrufe. Als Eric Kübler eine neue persönliche Bestleistung aufstellte, sprang nicht nur Abteilungsleiterin Martina Dosquet auf und jubelte ihrem Athleten zu, auch die Heinsheimer unter den rund 300 Besuchern waren aus dem Häuschen.
"Das ist die Faszination des Gewichthebens", meinte Dosquet wenig später. "Als Sportler möchte man immer mehr Gewicht heben, möchte an neue Grenzen gehen." Für die Zuschauer sei ein Kampf extrem spannend. "Es ist faszinierend, wie aus Einzelsportlern Mannschaftssportler werden, die genau wissen, jetzt schaut die ganze Halle auf mich und ich bin mit für den Erfolg des Teams verantwortlich."
Auch Helga und Helmut Bauer erlagen der Faszination des Gewichthebens. "Wir sind zum ersten Mal hier", erzählte er und fügte an: "Wir haben es uns bestimmt schon zwei Jahre vorgenommen, aber bislang nie geschafft." Gattin Helga ließ sich rasch von der Stimmung in der Halle mitreißen und fieberte sichtlich mit den Athleten mit: Schließlich ging es um nichts weniger als die Frage, ob die Heinsheimer beim nächsten Mal vor heimischem Publikum in der ersten Bundesliga sind − oder ob sie absteigen müssen. Hin und her gerissen zwischen Spaß, Genuss und Anspannung war Falk Künzel. "Ich genieße den Kampf schon. Aber wenn mein Bruder Robin an der Hantel ist, dann fiebere ich richtig mit." Und so freute er sich riesig, als dem 24-Jährige Sportler eine neue persönliche Bestleistung gelang. Doch Falk Künzel blieb vor Abschluss des Kampfes realistisch. "Alles andere als eine Niederlage wäre eine große Überraschung." Ähnlich sahen es auch die anderen Besucher.
Tagesbestleistung Die Enttäuschung nach der dann doch deutlichen Niederlage hielt sich also in Grenzen, schließlich hatten die Einheimischen damit gerechnet.
Sie setzen ihre Hoffnungen nun auf den letzten, alles entscheidenden Kampf in drei Wochen: "Wir haben einen tollen Kampf gesehen mit einem verdienten Sieger", erklärte am Ende Hallensprecher Walter Weber, der unter dem Jubel der Besucher einen Heinsheimer Teilerfolg verkünden konnte. Mit Aleksandar Dimitrov stellte der TSV immerhin den Tagesbesten