Das war Maßarbeit: Mit dem 646,6:493,8-Sieg gegen den KSV Hostenbach machte der TSV Heinsheim die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Südwest perfekt. „Das ist ein Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte“, sagt Trainer Ferdinand Wittmann (Foto: Krüger) im Gespräch mit Eric Schmidt.
Herr Wittmann, sind Sie stolz auf Ihre Mannschaft?
Ferdinand Wittmann: Und wie! Ich kann der Mannschaft nur gratulieren. Was sie gezeigt hat, ist sensationell – auch jetzt, in unserem letzten Heimkampf. Ich ging in meiner Kalkulation von 637 Punkten aus. Dass es 646 Punkte werden, hat auch meine Erwartungen übertroffen.
Und das, obwohl Fasching war in den Tagen zuvor.
Wittmann: Bei uns heißt die Devise: immer top. Wir geben immer hundert Prozent – ganz egal gegen welchen Gegner. Das sind wir unserem hervorragenden Publikum schuldig. Klar, der eine oder andere war beim Fasching, das bleibt nicht aus. Aber unsere Jungs halten sich zurück und gehen diszipliniert an die Sache ran. Und daran hält sich auch jeder. Das ist überhaupt die große Stärke unserer Mannschaft – der Zusammenhalt, die Moral, das Gemeinschaftsgefühl. Im Team sind wir stark.
Dieses Team bleibt auch zusammen, wenn der TSV in die 1. Liga aufsteigt?
Wittmann: Auf jeden Fall! Verstärkungen wird es keine geben. Warum sollten wir uns von irgendwoher Leute einkaufen?! Dann hätten wir eine Mannschaft, die vielleicht stark, aber kein Team ist. Und ob das Spaß macht, sei dahingestellt. Wir arbeiten lieber mit unseren eigenen Leuten. Wir machen doch eine sehr gute Jugendarbeit. Klar, die 1. Liga wird ein schweres Paket. Und wenn wir absteigen, steigen wir halt wieder ab. Deshalb muss sich niemand schämen. Wir sind ein kleines Dorf. Diese Meisterschaft jetzt ist das Größte, was wir jemals erreicht haben.