Am kommenden Samstag um 20:00 Uhr trifft der TSV Heinsheim in der Josef Müller Halle auf den derzeitigen Tabellen-Zweiten KSV Durlach.
Für die Karlsruher dürfte der Auftritt in Heinsheim eine Art Zwischenstation sein für den bereits 14 Tage später anstehenden Wettkampf gegen den AC Germania St. Ilgen, bei dem es wohl zur Entscheidung über den Staffelsieg in der Bundesliga Mitte kommen wird.
Das heißt dass man auf Heinsheimer Seite von einem KSV in Topform ausgeht, denn auch wenn der AC St. Ilgen aufgrund der bisher erzielten Relativleistungen zu favorisieren ist, werden die Durlacher alles daran setzen ihre Chance auf die Meisterschaft zu wahren, zumal der Hinkampf in St. Ilgen mit 733,4 : 714,2 Relativpunkten nur knapp verloren wurde.
Das Heinsheimer Publikum darf sich daher wohl auf Gewichtheben auf hohem Niveau freuen. Mit der Jugendeuropameisterin Sabine Kusterer, Norman Blasche, Kevin Schweizer, Max Platzer, Tino Platzer und Robert Oswald verfügt das Durlacher Team über 6 Athleten die alle über der magischen 100 Relativpunkte Marke liegen. Bester Punktesammler war bisher Robert Oswald, der ein Leistungspotential von über 140 Relativpunkten ausweist.
Ein Novum in der Bundesliga ist der Auftritt von Max und Tino Platzer. Der mehrfache Senioren Welt und Europameister Tino Platzer hebt im Team mit seinem 18-jährigen Sohn Max und liefert sich seit einigen Jahren ein spannendes Duell um das bessere Punkteergebnis. Bisher hat die Erfahrung über die Jugend gesiegt, mal sehen ob dies auch in Heinsheim so bleibt.
Der TSV selbst setzt anders als geplant Ilian Tzankov bei diesem Wettkampf ein. Sein Kollege Bartolomej Osuch, der normalerweise vorgesehen war, ist sozusagen ein Opfer der Gaskrise geworden. Nach dem er fast 14 Tage nicht trainieren konnte, da der Trainingsraum nicht geheizt wurde und das Außenthermometer bis zu Minus 26 Grad anzeigte , bat er die Verantwortlichen des TSV darum Ilian Tzankov einzusetzen, da er selbst befürchten muss nicht mehr rechtzeitig zu diesem Termin fit zu werden. Da Tzankov selbst ohne Beeinträchtigungen trainieren konnte und sich in guter Form befindet, springt er natürlich gerne ein.
Neben dem „Tiger“ wird der TSV mit seiner Stammformation an die Hantel gehen. Sowohl Erik Kübler, Kai Wittmann, Michael Teichert, Marcel Heinzelmann und Oliver Ehemann sind fit und können für die Heinsheimer auf Punktejagd gehen.
Die Mannschaft strebt in dieser Besetzung ein Ergebnis deutlich über der 600 Relativpunkte-Marke an. Das nötige Selbstvertrauen hierfür dürfte die Mannschaft bei dem überzeugenden Sieg gegen den VfL Duisburg getankt haben, mit dem ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht wurde. Aber eben nur ein Schritt. Weiter Relativpunkte sammeln heißt es für das Team um sich eine möglichst gute Ausgangsposition für den Rückkampf in Duisburg zu verschaffen.