Der TSV Heinsheim ist wieder oben: Ein Jahr nach dem Abstieg melden sich die Männer in

Der TSV Heinsheim ist wieder oben: Ein Jahr nach dem Abstieg melden sich die Männer in den schwarzen Kampfanzügen in der Bundesliga zurück. Im Finale daheim vor 420 Schaulustigen in der Josef-Müller-Halle eroberte der TSV den zweiten Platz − vor dem AC Suhl, der mit 507,0 Punkten Dritter wurde, und hinter der SG Fortschritt Eibau, die mit 600,0 Punkten den Titel holte. Der TSV hatte im Dreikampf der drei Zweitliga-Meister 522,0 Punkte in die Wertung gebracht. Es war ein Kräftemessen, das aufwühlend und aufregend war und das man nicht so schnell vergessen wird. Zwischenzeitlich hatte es danach ausgesehen, als könne der TSV sogar Erster werden. Am Ende war er froh, nicht auf Platz drei abgerutscht zu sein. "Das war ein begeisternder Wettkampf. Das war Werbung fürs Gewichtheben", sagte Trainer Karlheinz Grauf. "Das war der Hammer. Wenn man so etwas wie hier in Heinsheim erlebt, dann weiß man, wofür man trainiert. Das war der geilste Wettkampf, den ich jemals mitgemacht habe − einfach Wahnsinn", erklärte Christopher Roland.

Es war kein Trostpreis, überhaupt nicht. Als Kevin Kübler die Urkunde für die Vizemeisterschaft in Empfang nahm, konnte er sehr gut damit leben − genauso wie die Mannschaft. Bis auf Pechvogel Oliver Ehemann wollten die Heber des TSV Heinsheim alle aufs Siegertreppchen, auf jene Stufe, die mit der Zahl "2" markiert war. Da es zu wenig Platz gab auf dem Podest, nahm Robin Künzel seinen Bruder Falk Künzel huckepack. "Er war so gut. Ihn muss man doch auch sehen im Publikum", sagte Robin Künzel.

Der TSV Heinsheim ist wieder oben: Ein Jahr nach dem Abstieg melden sich die Männer in den schwarzen Kampfanzügen in der Bundesliga zurück. Im Finale daheim vor 420 Schaulustigen in der Josef-Müller-Halle eroberte der TSV den zweiten Platz − vor dem AC Suhl, der mit 507,0 Punkten Dritter wurde, und hinter der SG Fortschritt Eibau, die mit 600,0 Punkten den Titel holte. Der TSV, er hatte im Dreikampf der drei Zweitliga-Meister 521,0 Punkte in die Wertung gebracht − in einem Kräftemessen, das aufwühlend und aufregend war, das seine ganz eigene Dramaturgie entfaltete und das man nicht so schnell vergessen wird. Zwischenzeitlich hatte es danach ausgesehen, als könne der TSV sogar Erster werden. Am Ende war er froh, nicht auf Platz drei abgerutscht zu sein.

Aufregung "Das war ein begeisternder Wettkampf. Das war Werbung fürs Gewichtheben", sagte Trainer Karlheinz Grauf. "Das war der Hammer. Wenn man so etwas wie hier in Heinsheim erlebt, dann weiß man, wofür man trainiert. Das war der geilste Wettkampf, den ich jemals mitgemacht habe − einfach Wahnsinn", erklärte Christopher Roland und schwärmte wie Robin Künzel vom Publikum: "Die Atmosphäre war Weltklasse."

Heinsheim hebt nicht nur, es bebt auch. Um einen guten Platz zu ergattern, standen die Zuschauer bereits eine Stunde vor Wettkampfbeginn am Eingang Schlange. In der Halle feuerten sie die Teams frenetisch an − der TSV wurde unter anderem von der Fußballabteilung angefeuert, die trommelte und sang. Der TSV ging zunächst in Führung, geriet dann aber in Rückstand, um nach dem ersten Durchgang im Stoßen wieder knapp vorne zu liegen. Kein Wunder: Die TSVler, sie gaben alles.

Erik Kübler? Stellte mit 90 Kilogramm im Reißen eine persönliche Bestleistung auf. Falk Künzel? Zeigte ebenso fünf gültige Versuche wie Christopher Roland. Kevin Kübler? Schrammte nur ganz knapp an der 100-Punkte-Marke vorbei. Besonders stark Patrick Carvalho: Der 15-Jährige steigerte seine bisherige Bestleistung im Reißen um sechs auf 90 Kilogramm, er stellte auch im Stoßen (121 Kilogramm) einen Rekord auf und kam erstmals in seiner jungen Karriere auf 100 Punkte. "Er ist so souverän, so zuverlässig. Bei ihm sind es nur Kleinigkeiten, die man korrigieren muss", erklärte Karlheinz Grauf. Pech hatte ausgerechnet Oliver Ehemann. Der Routinier verletzte sich in seinem letzten Wettkampf für die erste Mannschaft am Knie − und musste ohne gültigen Versuch im Stoßen aufgeben. "Wenn Oli sich nicht verletzt hätte, hätten wir auf 580, 584 Punkte kommen können", meinte Trainer Ferdinand Wittmann.

Comeback Nun also greift der TSV zum wiederholten Mal in der Bundesliga zur Hantel, in der es unter anderem gegen den AC Obrigheim und den AC St. Ilgen geht. Die Fans freuen sich aufs Oberhaus. "Bundesliga, Bundesliga", sangen sie während der Siegerehrung. Auch die Heber sind gespannt: "Wir werden zwar nur auf die Schnauze kriegen, aber es kommen jetzt wieder die ganz Großen nach Heinsheim", sagt Oliver Ehemann.

Bis auf ihn, der sich in die zweite Mannschaft zurückzieht, wird das Team zusammen bleiben. Alle bleiben bei der Stange, auch Christopher Roland. Der TSV hofft, dass er außerdem bald wieder Aleksandar Dimitrov einsetzen kann, der wegen eines Dopingskandals in Bulgarien bis auf weiteres gesperrt ist. Ersatz für Dimitrov wird der TSV nicht holen − trotz diverser Anfragen aus Tschechien und aus Polen. "Das werden wir definitiv nicht tun. Wir müssen jetzt einfach mal abwarten, was in Bulgarien passiert", sagt Ralf Fein, der technische Leiter.

TSV Heinsheim: Erik Kübler (Körpergewicht 61,4 kg) 36,0 KP (Reißen: 90 kg/Stoßen: nicht angetreten); Patrick Carvalho (65,0 kg) 100,0 KP (97 kg/121 kg); Kevin Kübler (74,0 kg) 97,0 KP (110 kg/130 kg); Falk Künzel (82,6 kg) 100,8 KP (123 kg/143 kg); Robin Künzel (87,4 kg) 83,2 KP (118 kg/140 kg); Christopher Roland (88,0 kg) 104,0 KP (120 kg/160 kg); Oliver Ehemann (115,0 kg) 0 KP (nicht angetr./-).