Der TSV Heinsheim kommt zwar beim wie erwartet schweren Auswärtskampf in Schifferstadt mit 2 : 1 (600 : 576,8 Relativpunkte) zu seinem nächsten Sieg, muss allerdings nach Abgabe des ersten Verlustpunkts seine vorzeitige Meisterschaftsfeier noch verschieben.

 

Die beiden Mannschaften lieferten sich ein packendes Duell im Reissen, bei dem am Ende aber die Heimmannschaft mit 232,4 : 224,0 Relativpunkte die Nase vorn behielt.

 

Bereits vor dem Wettkampf war der TSV gezwungen, nochmals seine Mannschaftsaufstellung zu korrigieren. Anstelle von Kai Wittmann, gab der erst 16-Jährige Fabian Gallion sein Debüt beim TSV. Der junge Athlet, der vom Kraftwerk Schwarzach ausgebildet wird und seit 2015 das Mannschaftsstartrecht für den TSV besitzt, zeigte im Reißen einen bravourösen Wettkampf ohne jeglichen Fehlversuch und stellte seine Bestleistung von 80 kg ein. Auch die beiden weiteren Heber aus der 1. Gruppe der Heinsheimer Edward Schuler und Lars Wittmann machten ihre Sache hervorragend. Trotzdem konnten Sie nicht verhindern, dass der KSC mit seiner geballten Frauenpower sich einen deutlichen Vorsprung von 133,5 : 84,5 Relativpunkten erarbeiteten.

 

Nun war es am wohl stärksten Block der 2. Liga das Ergebnis noch umzudrehen. Mit Petar Angelov, Nikolay Georgiev und Christopher Roland schmolz der Vorsprung der Pfälzer zwar immer mehr dahin und die TSV-ler kämpften verbissen, aber am Ende reichte es doch nicht ganz. Nach dem Christopher Roland knapp in seinem 3. Versuch an 128 kg scheiterte, musste Nikolay Georgiev eine 9 kg Steigerung von 125 kg auf 134 kg nehmen. Dies war aber dann doch zu viel für den jungen Bulgaren. So ging der erste Punkt, wie im Vorfeld befürchtet an die KSC`ler.

 

Mund abwischen weiter machen, war die Devise des TSV. Aber beim Warmmachen für das Stoßen gab es gleich den nächsten Rückschlag zu verdauen. Edward Schuler verletzte sich und so musste doch der sich nicht ganz fit fühlende Kai Wittmann an die Hantel greifen.

 

Er kämpfte sich sofort hervorragend in den Wettkampf und brachte mit seiner ganzen Routine 3 gültige Versuche und 110 kg in die Wertung. Auch Fabian Gallion und Lars Wittmann machten ihre Sache hervorragend. Gallion krönte seine tadellose Leistung sogar mit einer neuen persönlichen Bestleistung. In Führung aber blieb immer noch der KSC.

 

Nun wurde es ungemein spannend. Müssen die Heinsheimer tatsächlich ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Der Gastgeber versuchte alles, den Vorsprung ins Ziel zu retten. Zwei der eingesetzten Damen aus ihrer zweiten Gruppe wurden durch zwei Männer ersetzt, da diese dem Teamergebnis in der Teildisziplin Stoßen mehr Punkte beisteuern können.

 

So wurde Peter Angelov, Nicolay Georgiev und Christopher Roland enorm unter Druck gesetzt. Aber sie hielten diesem bravourös Stand und holten am Ende mit 376,0 : 344,6 Relativpunkten nicht nur den Punkt im Stoßen, sondern mit dieser Energieleistung auch den Gesamtsieg.

 

Am 25.03. wird der TSV im nächsten Auswärtskampf in Lörrach versuchen, die noch fehlenden Punkte zur vorzeitigen Meisterschaft endgültig einzufahren.