Wenn der TSV Heinsheim sich am kommenden Samstag zum letzten Auswärtskampf der Saison auf den Weg in den Leimener Stadtteil St. Ilgen macht, ist das durchaus als Fahrt ins Ungewisse zu bezeichnen.

 

Nur schwer einschätzbar ist der AC St. Ilgen in dieser Saison. Ergebnisse zwischen eher bescheidenen 509 Relativpunkten folgten glänzende 795,4 Relativpunkte. So ist es nicht verwunderlich, dass derzeit für Ilgener Verhältnisse und Ansprüche ein eher bescheidener 6. Platz mit 4 : 11 Punkten in der Tabelle zu Buche steht.

 

Ein Grund für die enormen Schwankungen ist natürlich, dass der Gegner teilweise absichtlich und bei einigen Wettkämpfen auch ungewollt auf den Einsatz der ausländischen Heber verzichtet hat. Wie der TSV Heinsheim setzt der AC Germania St. Ilgen bei der Besetzung ihrer zwei erlaubten Ausländerpositionen ebenfalls auf bulgarische Heber. Mit Vasil Gospodinov und Georgi Shikov verfügt das Team über zwei absolute Spitzenheber. Gospodinov, der Vizeeuropameister des Jahres 2017 in der Gewichtsklasse -105 kg ist alleine in der Lage 200 Relativpunkte zu machen. Und auch sein Landsmann Shikov dürfte die 160 Relativpunkte-Marke überschreiten. Allerdings waren beide zusammen nur ein einziges Mal in dieser Saison zusammen im Einsatz. Ansonsten taucht nur noch Shikov zwei Mal in den Ergebnislisten auf.

 

Mit Robby Behm, ist ein weiterer Hochkaräter im Ilgener Team zu finden. Der ehemalige Nationalmannschaftsheber und mehrfache Deutsche Meister in der Gewichtsklasse bis 105 kg ist mit seinen 31 Jahren der Routinier im Team. Ebenfalls höchst erfolgreich ist Lisa-Marie Schweizer. Auch sie konnte schon mehrere Titel bei Deutschen Meisterschaften erkämpfen und dürfte für ein Resultat von über 120 Relativpunkten sorgen.

 

Damit wird klar, sollten die Gastgeber ausnahmsweise in dieser Runde in Bestbesetzung an die Hantel gehen, wird für die Heinsheimer nicht viel zu holen sein. Falls aber nicht, so haben die TSV-ler gute Chancen ihren bis jetzt erkämpften 8 Punkten noch den ein oder anderen hinzuzufügen. Zuletzt kamen die Heber der kleinen Neckargemeinde vor gut einer Woche in Obrigheim auf 662,5 Relativpunkte. Die sollten durchaus noch ein bisschen zu steigern sein.

 

Antreten wird der TSV in Bestbesetzung. Derzeit planen die Verantwortlichen mit der gleichen Aufstellung wie im Lokalderby.

 

Bereits am Nachmittag treffen die Bundesliga-Reserveteams der beiden Vereine aufeinander.