Wenn für den TSV Heinsheim am 06.10.2018 der Startschuss für die neue Saison fällt, beginnt für die Heber der kleinen Neckargemeinde beim Auswärtswettkampf in Speyer der Kampf um den Klassenerhalt. Soweit eigentlich keine neue Situation für die TSV-ler. Schließlich ist das Team in den vergangenen Jahren mehrfach als Zweitliga-Meister nach dem Aufstieg in die Beletage gescheitert. Nicht so im vergangenen Jahr. In der aus zwei Staffeln mit jeweils 9 Mannschaften bestehenden 1. Bundesliga fand sich der TSV in der Staffel A nach einer gelungenen Saison auf dem 4. Platz wieder und sorgte dabei, neben einem neuen Mannschaftsrekord, auch für die bisher beste Platzierung der Vereinsgeschichte.

 

In dieser Saison wird es deutlich schwieriger das angestrebte Saisonziel zu erreichen. Grund hierfür ist eine erneute Umstrukturierung der Bundesliga. Aus den vormals zwei Staffeln à 9 Mannschaften soll nun eine eingleisige 1. Bundesliga mit 9 Teams werden. Somit wird es nach der anstehenden Runde gleich 9 Absteiger geben.

 

Entscheidend für die Qualifizierung in Liga 1 wird hierbei nicht die Anzahl der Siege sein, sondern der Durchschnitt der erzielten Relativpunkte in den 5 besten Wettkämpfen. Blickt man auf die Ergebnisse der vergangenen Saison hätte sich der TSV mit seinen Leistungen knapp qualifiziert und hofft nun darauf, dass dies erneut gelingt. Auch wenn die „Superliga“ natürlich nicht unerhebliche Risiken im finanziellen Bereich birgt, werden die Heinsheimer alles versuchen, auch diese Herausforderung zu bestehen. Ganz neu ist ja die Thematik nicht. Bereits zweimal hatte man erfolglos versucht eine eingleisige 1. Bundesliga zu etablieren. Einmal davon fiel der TSV dieser Umstrukturierungsmaßnahme bereits zum Opfer. Dies soll nun unbedingt vermieden werden. Das sollen zum einen die bewährten Kräfte der Mannschaft, die mit dem jungen Fabian Gallion, Lars Wittmann, Christopher Roland, Aleksandar Dimitrov und Leistungsträgerin Sophia Attilo an die Hantel gehen, erreicht werden. Zum anderen wurde auf den Ausländerpositionen nochmals nachgerüstet. Erforderlich wurde dies, da Petar Angelov nach einer längeren Verletzungspause noch einige Zeit benötigen wird, bis er wieder an sein altes Leistungsniveau anknüpfen kann und Nikolay Georgiev in Sofia seine Ausbildung zum Trainer beginnt und noch nicht klar ist, ob er in dieser Zeit so intensiv wie dies auf dem Niveau erforderlich ist, trainieren kann.

 

Um so erfreulicher ist es, dass den Heinsheimern mit Omed Alam ein toller Neuzugang erwartet. Der 19-jährige hoch talentierte Athlet aus Dänemark hatte im Frühjahr mit den TSV-Verantwortlichen Kontakt aufgenommen. Der sympathische Sportler, der bei den diesjährigen Europameisterschaften in Bukarest den 9. Platz und bei der Junioren WM in Usbekistan Platz 8 in der Gewichtsklasse bis 77 kg belegte, stellt mit einer Bestleistung von 135 kg im Reißen und 171 im Stoßen die gewünschte Ergänzung dar.

 

Mit Stilian Grozdev ist den TSV-lern dank Ilian Tsankov und seinen guten Verbindungen nach Bulgarien ein weiterer Coup gelungen. Der ebenfalls 1999 geborene Vize-Europameister der Gewichtsklasse bis 62 kg wird den ein oder anderen Wettkampf im TSV-Dress absolvieren.

Damit dürfte ausgeschlossen sein, dass wie in der vergangenen Saison passiert, ein Wettkampf mit nur einer besetzten Ausländerposition in Angriff genommen werden muss. Ein Umstand, den man sich bei dem Modus zum Klassenerhalt und der starken Konkurrenz nicht leisten kann.

Denn auch die Auftaktprogramm ist für die Heinsheimer nicht gerade optimal. Aufgrund von Verschiebungen werden die TSV-ler zuerst zweimal in Folge auswärts antreten, bevor man im Dezember gegen Obrigheim erstmals vor heimischer Kulisse an die Hantel gehen kann. Während man es zum Auftakt am 06. Oktober direkt mit dem Deutschen Mannschaftsmeister AV03 Speyer zu tun bekommt wartet im November der KSV Durlach auf die TSV-ler

 

Erst im Wettkampf Nr. 3 kann sich das Team in der Josef Müller Halle präsentieren und hofft hierbei auf die Unterstützung der Heinsheimer Zuschauer vom ersten bis zum letzten Wettkampf. Denn es geht um jeden Relativpunkt, um das Ziel zu realisieren und zu den Top 9 in Deutschland zu gehören. Zu Gast in Heinsheim werden neben Obrigheim, Mutterstadt, Pforzheim und St. Ilgen sein.