Am Ende war es ein deutlicher 771 zu 722,7 Sieg für den KSV Durlach, der alle 3 zu vergebenden Punkte in Karlsruhe behielt.
Zwar zeigten die TSV-Heber eine couragierte Leistung mit einer wie erwartet deutlich höheren Punkteleistung als zum Saisonauftakt, aber auch der KSV schraubte in Bestbesetzung sein Endresultat deutlich höher und erzielte einen neuen Saisonrekord.
In der ersten Gruppe, die mit Natalie Fein, Roi Pfister und Neuzugang Alina Bergonzi besetzt war, sorgten vor allem Roi Pfister mit einer neuen persönlichen Bestleistung und einem fehlerfreien Auftritt im Reißen für die Begeisterung der mitgereisten Heinsheimer Fans. Im Stoßen durfte dann sein Mannschaftskollege Christian Martens ran, der mit der gehobenen Last von 140 kg überzeugte. Einen mehr als guten Einstand durfte Alina Bergonzi feiern. Die Debütantin im TSV-Dress klagte zwar vor dem Wettkampf über ihre Nervosität, die ihr aber, sobald sie die Plattform betrat, nicht mehr anzumerken war. Drei gültige Versuche in der ersten Teildisziplin brachte sie für ihr Team in die Wertung und auch im Stoßen blieb sie fehlerlos und stellte mit 81 kg sogar eine neue persönliche Bestleistung auf. Nicht zufrieden war Natalie Fein mit ihrem Wettkampf, nach dem sie im Reißen noch mit 2 gültigen Versuchen überzeugte, musste sie sich im Stoßen der aufgelegten Last von 67 kg zweimal beugen. Für die junge Athletin, die bereits die ganze Woche gesundheitlich angeschlagen war, wird es nun darum gehen möglichst schnell wieder fit zu werden, denn bereits am nächsten Wochenende finden die Deutschen Nachwuchs-Meisterschaften in Nagold statt.
Den zweiten Block bildete Patrick Carvalho, der erst 18-jährige Neuzugang Tanislav Angelov und der Weltklasseathlet Karlos Nasar. Patrick glänzte mit 3 gültigen Hebungen und einer neuen persönlichen Bestleistung im Reißen. Auch im Stoßen brachte er das aufgelegte Gewicht dreimal zur Hochstrecke, bekam aber seinen letzten Versuch mit 131 kg vom Kampfrichter aufgrund Nachdrückens ungültig gewertet. Mit dem jungen bulgarischen Heber Tanislav Angelov reagierte der TSV Heinsheim auf die Verletzungsmisere auf den Ausländerpositionen. Auch er machte seine Sache gut und konnte 140 Relativpunkte zum Teamergebnis beisteuern.
Für die größte Show sorgte einmal mehr Karlos Nasar. Nach dem er bereits im Reißen unglaubliche 185 kg zur Hochstrecke brachte, begann er im Stoßen mit 205 kg um dann auf 215 kg zu steigern. Die Halle endgültig zum Toben brachte der Olympiasieger als er im letzten Versuch nochmals um ganze 15 kg steigerte und 230 kg auflegen ließ. Unter dem Jubel der begeisterten Zuschauer brachte er auch dieses Gewicht zur Hochstrecke. Mit dieser Leistung brachte er es auf den Fabelwert von 227,2 Relativpunkte. Dem TSV Heinsheim wäre nicht bekannt, dass je schon einmal mehr Punkte von einem Heber in der Bundesliga erzielt wurden.
Trotz all der Anstrengungen und einem Karlos Nasar in Bestform musste der TSV Heinsheim ohne etwas auf dem Punktekonto zu haben wieder abreisen. Nun wird die Mannschaft am 14.12. im Heimkampf gegen Roding gefordert sein, hieran etwas zu ändern.
Die Leistungen des Heinsheimer Bundesliga-Teams: Tanislav Angelov (Körpergewicht: 96,9 kg) 140,0 Relativpunkte (Reissen 152 kg / Stoßen 180 kg), Patrick Carvalho (69,5 kg) 106 KP ( 111 kg / 128 kg), Natalie Fein (52,9 kg) 79 KP (50 kg / 64 kg), Christian Martens (91,5 kg) 48,5 KP (- kg / 140 kg) Roi Tayler Pfister (66,2 kg) 26,0 KP (88 kg / - kg), Karlos Nasar (93,9 kg) 227,2 KP (185 kg / 230 kg) Alina Bergonzi, (59,8 kg) 96,0 (65 kg / 81 kg)