Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Junioren und Aktiven fanden dieses Jahr in Böbingen statt. Die über 2 Tage dauernde Veranstaltung, bei der 147 Athleten und Athletinnen aus ganz Deutschland, die die Qualifikationsnormen in den jeweiligen Gewichtsklassen erreicht hatten, teilnahmen, waren mit Roi Tayler Pfister und Natalie Fein 2 Athleten vertreten, die die TSV-Farben bei den Junioren vertraten und mit Alina Bergonzi und Christian Martens 2 Starter im Altersbereich der Aktiven am Start.
Erstmals wurde in einem vom Bundesverband ausgeschriebenen neuen Modus gehoben, der tagsüber aufsteigend nach Gewichtsklassen in sogenannten B-Gruppen organisiert war und abends, die nach der Meldelast die absoluten Spitzenathleten aller Gewichtsklassen in einer A Gruppe als Abendveranstaltung zusammenführte. Am Freitag, dem ersten Wettkampftag hoben noch diesem Modus alle Männer und am Samstag stiegen dann alle Damen in die Meisterschaft ein.
Aufgrund der Menge der gemeldeten Teilnehmer begann der Wettkampftag des vom TSV gemeldeten Junior Roi Tayler Pfister ungewöhnlich früh. Bereits um 7:00 Uhr war das offizielle Wiegen angesetzt und damit um 9:00 Uhr der Wettkampf des sich im zweiten Juniorenjahr befindenden Athleten. Betreut von Robin Künzel, der eigentlich selbst für die DM gemeldet war und aufgrund der bisherigen Saisonleistungen eine gute Chance auf eine Medaille in der Gewichtsklasse bis 94 kg gehabt hätte, aber verletzungsbedingt passen musste, zeigte Roi in der Gewichtsklasse bis 71 kg einen fehlerlosen Auftritt im Reißen, das er mit 89 kg beendete. Auch im Stoßen gelangen ihm die ersten beiden Versuche ohne Probleme. An der aufgelegten Last von 110 kg scheiterte er im 3 Versuch zwar knapp, konnte sich aber von Platz 8 nach dem Reißen noch auf Platz 7 verbessern. Da er auch die Qualifikationsnorm für die Aktiven geknackt hatte, wurde er auch hier mitgewertet und erreichte einen guten 10 Platz.
Mit Christian Martens ging der zweite Heinsheimer 1. Mannschaftsheber in der Gewichtsklasse bis 88 kg an den Start. Ihm gelang begleitet von Robin Künzel ein bärenstarker Wettkampf. 116 kg und eine lupenreine Weste im Reißen bedeuteten Saisonbestwert und auch im Stoßen glänzte er mit der gehobenen Last von 145 kg und Einstellung des Saisonrekords. Der in den nächsten Tagen 24 Jahre alt werdende Athlet erkämpfte sich damit einen herausragenden 7. Platz im großen Teilnehmerfeld dieser Gewichtsklasse, das mit gleich 19 Sportlern eines der größten der Meisterschaft war.
Mit den Damen der leichten Gewichtsklassen ging es dann am Samstagmorgen weiter. 6:30 Uhr Waage / 8:30 Uhr Wettkampfbeginn hieß es für die Athletinnen der Gewichtsklassen bis 48, 53 und 58 kg. Mit dabei in der Gewichtsklasse bis 53 kg die 18-jährige Natalie Fein. Relativ früh war klar, nach dem die in dieser Klasse alles überragende Marie Scherer erst abends in der A-Gruppe an den Start gehen würde, dass sich ein Zweikampf um Silber in der Juniorenwertung zwischen Lotta Frank (Gräfenroda) und Natalie Fein entwickeln würde. Nachdem Natalie im Reißen nach gehobener Last von 54 kg, das aufgelegte Gewicht von 57 kg zweimal nicht meisterte und Lotta Frank mit 61 kg deutlich in Führung ging, war die Chance auf Silber nur noch sehr gering. So ging es mit 68 kg im Stoßen erstmal darum die Bronzemedaille abzusichern. Frank brachte nach gehobenen 67 kg im zweiten Versuch 70 kg durchaus knapp in die Wertung, denn beide Versuche wurden von den 3 Kampfrichtern nur 2 : 1 gültig gesehen. Fein selbst brachte 71 kg sicher zur Hochstrecke. Als Lotta Frank 74 kg nicht mehr bewältigen konnte, entschied sich das junge Heinsheimer Talent nochmals anzugreifen und ließ die Hantel mit 78 kg beladen. Doch nochmal 5 kg über der gerade erst in der letzten Woche im Bundesliga-Wettkampf aufgestellten bisherigen Bestleistung von 73 kg, waren dann doch zu viel und der Konter gelang ihr nicht. Neben Bronze bei den Junioren belegte Fein Platz 6 bei den Aktiven.
Mit Alina Bergonzi ging dann die letzte Heinsheimer Starterin in der Gewichtsklasse bis 63 kg an die Hantel und sah sich einer ausgesprochen starken Teilnehmerfeld gegenüber. Nicht nur, dass auch hier gleich 19 Damen auf Medaillenjagd gingen, sondern auch das Leistungsvermögen war sehr eng. So lagen gerade einmal 6 kg im Zweikampf zwischen Platz 17 und Platz 7. Alina sicherte sich mit 61 kg im Reißen und 82 kg im Stoßen Platz 15.