Als sich der gut gefüllte Fan- und Mannschaftsbus am Samstagnachmittag Richtung Weinheim auf den Weg
macht, hatten die TSV-Verantwortlichen bereits eine aufregende Woche hinter sich. Neben dem bereits
feststehenden Ausfall von Robin Künzel meldeten sich im Verlaufe der Woche auch noch Natalie Fein und
Roi Tayler Pfister mit einem grippalen Infekt krank.
Bei beiden bangte man bis zum Samstagvormittag um ihren Einsatz. Als Ersatz wurde bereits am Mittwoch
dem jungen Nachwuchstalent Janick Kahse mitgeteilt, dass er sich auf den Wettkampf im Bundesliga-Team
vorbereiten soll. Samstag stand dann fest. Janick wird für Roi Tayler ins Team kommen, der als Ersatzmann
zur Verfügung stehen würde und Natalie Fein wird einen vom normalen Leistungspotenzial deutlich
reduzierten Wettkampf angehen.
Nicht wie gewöhnlich mit im Bus saß der sportliche Leiter Ralf Fein, auch er hatte sich die Woche wohl bei
seiner Tochter einen Virus eingefangen und musste mit Fieber das Bett hüten. So fungierte der Teamkapitän
Robin Künzel nicht als Heber auf der Plattform, sondern nahm als Betreuer der 1. Gruppe den Platz neben
dieser ein. Auch diesen Job erledigte Künzel mit Bravour.
In Gruppe 1 gingen Christian Martens, der auch gerade erst wieder in dieser Woche genesen war, Natalie
Fein und Janick Kahse an die Hantel. Sowohl Fein als auch Martens war die gerade erst überstandene
Grippe durchaus anzumerken, trotzdem sorgten sie dafür, dass der Vorsprung der 3 Athletinnen, die für den
AC in der 1. Gruppe antraten, nicht zu groß wurde. Souverän gestaltete Janick Kahse seinen Auftritt mit 3
gültigen Versuchen und der gehobenen Last von 63 kg verließ er die Heberbühne.
In Gruppe 2 war es nun an Patrick Carvalho und den beiden Saisondebütanten Dzhan Zarkov und Tanislav
Angelov den knappen Vorsprung der Weinheimer aufzuholen. Dies gelang dem Trio mit Bravour, so dass
man den ersten Punkt, bei dem klar war, dass hier die Gegenwehr des Gegners am größten sein würde, da
auch hier drei Damen für die Weinheimer an die Hantel gingen, mit 200,5 : 186,5 Relativpunkten für sich
entschied.
Im Stoßen konnten die Heinsheimer dann souverän den Sieg nach Hause bringen. Was ein Vorteil für das
Team mit gleich 6 Heberinnen aus der Zweiburgenstadt im Reißen war, gereichte der Mannschaft in der
zweiten Teildisziplin zum Nachteil. Mit 346,5 : 259,5 Relativpunkten setzten sich die Gäste unter dem Jubel
der mitgereisten Fans durch, erlaubte sich nur 2 Fehlversuche und kam so am Ende mit 547,0 : 446
Relativpunkten zu einem ungefährdeten 3 : 0 Erfolg.
Damit bleibt der TSV Heinsheim mit 13 : 2 Punkten hinter dem SGV Böbingen, der mit 14 : 1 Punkten die
Tabelle anführt.
Die Heinsheimer haben nun 4 Wochen Zeit sich auf den nächsten Wettkampf vorzubereiten. Hier werden sie
beim Thühringer Athletenteam Suhl-Schleusingen zu Gast sein.
Die Leistungen des Heinsheimer Bundesliga-Teams: Dzhan Zarkov (Körpergewicht: 62,4 kg) 126
Relativpunkte (Reissen 103 kg / Stoßen 135 kg), Natalie Fein (51,9 kg) 77 KP (46 kg / 65 kg), Patrick
Carvalho (70,6 kg) 80 KP (99 kg / 113 kg), Christian Martens (87,5 kg) 67 KP (107 kg / 135 kg) Janick Kahse
(50,0 kg) 72 KP (63 kg / 75 kg), Tanislav Angelov (101,9 kg) 128 KP (145 kg / 182 kg)